<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Futterbau</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Futterbau"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Futterbau rootpage-Futterbau skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Futterbau</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Futterbau</b> ist der landwirtschaftliche Anbau von <a href="Futterpflanze" class="mw-redirect" title="Futterpflanze">Futterpflanzen</a> für <a href="Nutztier" title="Nutztier">Nutztiere</a>, welche frisch als <a href="Gr%C3%BCnfutter" class="mw-redirect" title="Grünfutter">Grünfutter</a>, gesäuert als <a href="Silage" title="Silage">Silage</a> oder trocken als <a href="Heu" title="Heu">Heu</a> verfüttert werden. Er wird meistens von viehhaltenden Betrieben wie <a href="Gr%C3%BCnlandwirtschaft" class="mw-redirect" title="Grünlandwirtschaft">Grünlandwirtschaftsbetrieben</a> auf <a href="Gr%C3%BCnland" title="Grünland">Dauergrünland</a> als <a href="Wiese_(Gr%C3%BCnland)" title="Wiese (Grünland)">Wiese</a> oder <a href="Weide_(Gr%C3%BCnland)" class="mw-redirect" title="Weide (Grünland)">Weide</a> oder auf Äckern als <a href="Feldfutterbau" title="Feldfutterbau">Feldfutterbau</a> betrieben. Im Gegensatz dazu bezeichnet der <a href="Marktfruchtbau" class="mw-redirect" title="Marktfruchtbau">Marktfruchtbau</a> den Anbau von <a href="Marktfrucht" title="Marktfrucht">Marktfrüchten</a>, die zur Lebensmittelherstellung, als Lebensmittel oder zur Herstellung von <a href="Futtermittel" title="Futtermittel">Futtermitteln</a> wie z. B. Kraftfutter oder zur Herstellung von Industrieprodukten verkauft werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ziele_des_Futterbaus">Ziele des Futterbaus</h2></div>
<p>Grundsätzlich ist das Ziel des Futterbaus die Produktion von preiswertem und bekömmlichem <a href="Grundfutter" title="Grundfutter">Grundfutter</a>. Es gilt die Ressourcen eines Standortes, wie z. B. Einstrahlung, Wasser und Nährstoffe, über die Pflanze in eine maximale Menge umsetzbarer Energie umzuwandeln. Das Futter soll einen hohen Gehalt an Protein sowie ein genügendes Angebot an wichtigen Stoffen beinhalten, die eine hohe tierische Leistung ermöglichen.
</p><p>Für die Bodennutzung hat der Futterbau zusätzliche Aufgaben:
</p>
<ul><li>Verhinderung oder Reduktion von <a href="Bodenerosion" title="Bodenerosion">Bodenerosion</a></li>
<li>Verbesserung der Bodenstruktur</li>
<li>Stellung einer günstigen Vorfrucht für eine folgende marktgängige Ackerfrucht</li>
<li>Mehrung der organischen Substanz im Boden</li>
<li>Landschaftspflege</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Formen_des_Futterbaus">Formen des Futterbaus</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zwischenfruchtfutterbau">Zwischenfruchtfutterbau</h3></div>
<p>Der Zwischenfruchtfutterbau dient der Ausnutzung der Teilbrache zwischen zwei Hauptfrüchten. In Betrieben mit Tierhaltung wird er eingesetzt, um ausreichend Futter ohne zusätzliche Flächen und ohne die Reduktion des Viehbestandes zu erwerben. Die bestehenden Produktionsreserven eines Betriebes werden so besser genutzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweitfrucht-Futterbau">Zweitfrucht-Futterbau</h3></div>
<p>Für den Zweitfrucht-Futterbau wird im Anschluss an eine zeitig im Frühjahr geerntete Erstfrucht (z. B. Frühkartoffeln) oder nach Winter-Zwischenfrüchten eine zweite Kultur angebaut. Aus diesem Grunde müssen Zweitfrüchte spätsaatverträglich sein und dürfen nicht empfindlich auf die stark verminderte Bodenfeuchtigkeit reagieren. Eine rasche und sorgfältige Saatbettherrichtung mit direkt anschließender Saat wirkt sich günstig aus. Eine zu späte Ansaat vermindert dagegen die Ertragssicherheit.
</p><p>Der Zweitfrucht-Futterbau beansprucht einen großen Teil der Vegetationszeit (ca. 140 Tage), er steht im Wettbewerb mit Marktfrüchten und muss eine hohe Leistung (50.–60.000 MJ NEL bei 50–80 dt Trockensubstanz/ha) erbringen. Gülle wird meist gut verwertet.
</p><p>Beispiele für Zweitfrüchte sind z. B. Silomais, Gräser, Markstammkohl, Kohlrüben, Gräser oder Gras-Klee-Gemenge.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hauptfrucht-Futterbau">Hauptfrucht-Futterbau</h3></div>
<p>Hauptfrucht-Futterpflanzen belegen den Boden vom Frühjahr an oder nach der Ernte einer Winter-Zwischenfrucht für den größten Teil der Vegetationsperiode.
</p><p>Beim einjährigen Hauptfrucht-Futterbau wird innerhalb eines Jahres gesät und geerntet. Die Pflanzen müssen daher nicht winterfest sein. Typisch sind z. B. Silomais und Futterrüben. Der einjährige Hauptfrucht-Futterbau dient meist zur Deckung der Futteransprüche in der Veredelungswirtschaft. Er zeichnet sich aus durch eine hohe Flächen- und Arbeitsproduktivität.
</p><p>Überjähriger Hauptfrucht-Futterbau bedeutet dagegen, dass im ersten Jahr kaum Ertrag erwirtschaftet werden kann und die Hauptnutzung erst im zweiten Jahr stattfindet. Beispiele hierfür sind Welsches Weidelgras oder Rotklee.
</p><p>Der mehrjährige Hauptfrucht-Futterbau ist durch eine 2- bis mehrjährige Feldnutzung gekennzeichnet. Es können nur Pflanzen angebaut werden, die winterhart sind und eine mehrmalige Nutzung verkraften. Die Pflanzen sollten außerdem eine kurze Regenerationszeit besitzen. Für mehrjährigen Anbau sind z. B. Luzerne, Kleegras oder Glatthafer geeignet.
Ansaatwiesen besteht aus reinem oder gemischtem Anbau von Gräsern und/oder Leguminosen, die ein oder mehrjährig genutzt werden. Die Ansaatwiese ist häufig ein wichtiges Glied in der Fruchtfolge. Bei ausreichender Wasserversorgung und Düngung ist meist eine hohe Leistung zu erwarten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Lexikon Landwirtschaft, Verlags-Union-Agrar, 3. Auflage, 1995</li>
<li>Nösberger, Josef und <a href="Wilhelm_Opitz_von_Boberfeld" title="Wilhelm Opitz von Boberfeld">Wilhelm Opitz von Boberfeld</a>: Grundfutterproduktion. Blackwell wissensch.,Bln (1986)</li>
<li>Opitz von Boberfeld, Wilhelm: Grünlandlehre. UTB-Verlag (Eugen Ulmer), Stuttgart, 1994</li>
<li>Pflanzliche Erzeugung, Die Landwirtschaft Bd. 1, BLV-Verlagsgesellschaft mbH, München, 1998</li></ul>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4019009-2">4019009-2</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2022-07-01" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Futterbau&oldid=224146542">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>